Der Lago Maggiore ist ein oberitalienischer See, der im Schweizer Kanton Tessin sowie in den italienischen Gebieten Lombardei sowie Piemont gelegen ist. Das Gewässer wird vom Hauptzu- und –abfluss des Flusses Tessin durchflossen.
Der in deutscher Sprache als „Langensee“ bezeichnete See erstreckt sich auf einer Fläche von 212,5 Quadratkilometern und ist ungleichmäßig auf schweizerischem und italienischem Terrain verteilt. Exakt 19,9 Prozent des Lago Maggiore befinden sich auf schweizerischem Boden. Die verbleibenden 80,1 Prozent sind Italien zugeordnet. Das Gewässer entfaltet sich von der südlichen Alpenkette bis zum Rand der Poebene. Entstanden ist der See durch ein Abschmelzen eiszeitlicher Gletscher. Besonders im nördlichen Teil ist der Lago Maggiore in zahlreiche hohe Felswände eingebettet.
Der Seespiegel des Gewässers befindet sich durchschnittlich bei 193 m. ü. M. Zudem ist der zehn Kilometer breite See bis zu 64,37 Kilometer lang. Der bis zu 372 Meter tiefe See ist der zweitgrößte See in Italien. Das Einzugsgebiet beläuft sich auf eine Größe von 6.386 Quadratkilometern (insgesamt 3.326 Quadratkilometer in der Schweiz sowie 3.060 Quadratkilometer in Italien).
Seit dem Jahr 1826 existiert auf dem Lago Maggiore die Passagierschifffahrt. Diese Schifffahrt geriet 1852 unter die Leitung der Schifffahrtsgesellschaft Österreichisch Lloyd und wurde durch dieses Unternehmen neu organisiert. Heute ist die Navigazione Laghi auf dem Lago Maggiore mit einer Flotte von 25 Schiffen aktiv.
Mittlerweile agieren auf dem Gewässer mehrere Berufsfischer, die dieser Tätigkeit hauptberuflich nachgehen. Der Gesamtertrag der Fischerei beläuft sich auf etwa 150 Tonnen pro Jahr. (Quelle: https://www.lago-maggiore.de/lago-maggiore-daten-fakten.html)
Cannobio
Wer aus der deutschen Schweiz kennt Cannobio nicht? Jeden Sonntag ist Markt und auch sonst, hat Cannobio ein spezielles Flair zu bieten! Wir haben es im Winter, Frühling, Sommer und Herbst erlebt, Es hat immer seinen Charme, gleich welche Jahreszeit!
Die Geschichte von Cannobio
Aufgrund der Lage galt die Ortschaft schon im römischen Zeitalter als bedeutungsvoll
Ausgrabungen aus vorrömischer Zeit legen die Vermutung nahe, dass schon zur damaligen Zeit Menschen in Cannobio gelebt haben. Aufgrund der Lage der Stadt galt die Ortschaft schon im römischen Zeitalter als bedeutungsvolles strategisches Zentrum. Zur Zeit des frühen Mittelalters existierte vor Ort ein Königshof, der sich später zu einem Areal wandelte, das den Erzbischöfen von Mailand unterstellt gewesen ist. Ab dem 12. Jahrhundert bis zum Jahr 1342 galt das Städtchen als freie Kommune. Noch im gleichen Jahr unterwarf sich die Stadt freiwillig den Visconti. Diese Herrschaft hielt bis zum Jahr 1441 an, in dem die Lehensherrschaft an Vitaliano Borromeo überging. Bis heute erinnern einige Bauwerke an diese Zeit. Der Anblick der zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert errichteten zwischen den Kieselsteinhäusern in die Höhe ragenden Palästen ist zutiefst beeindruckend.
Bis heute erinnert der Palazzo della Ragione an die Blütezeit Cannobios im 13. Jahrhundert. Dort befand sich an der heutigen Straße Via Giovanola der einstige Ortskern, der unmittelbar zum Sitz der religiösen und politischen Macht führte. Bis heute befindet sich das restaurierte in einem guten Zustand. Doch es gibt noch weitere geschichtsträchtige Bauten in Cannobio. Seit langer Zeit galt die Kirche San Vittorio als Sinnbild der religiösen Macht der Region. Weitere Bauwerke wie die Casa Alberti oder der Palazzo Omacini aus dem 16. Jahrhundert zeugen ebenfalls von der Liebe zum architektonischen Detail, die bei der Erbauung der Stadt seit jeher eine wichtige Rolle spielte. Bis heute erinnert ein Spaziergang auf der Via del Castello an eine Zeitreise, durch die längst vergangene Zeiten noch immer zum Greifen nah erscheinen. Ein typisches Beispiel sind die eng bebauten Straßen, die eine Verteidigung durch von See kommende Angreifer erleichtern sollten.
Herbst
Winter
Die Borromäischen Inseln (italienisch Isole Borromee) sind eine Gruppe von fünf Binneninseln im italienischen Teil des Lago Maggiore. Sie liegen im Golf von Verbania, zwischen Verbania im Norden und Stresa im Süden. Sie haben eine Gesamtfläche von 18 Hektar.
Ihr Name leitet sich von der Familie Borromeo ab, in deren Besitz die Inseln seit dem 12. Jahrhundert waren.
Die Isola Bella, benannt nach Isabella, der Comtesse Borromeo, war ursprünglich ein hauptsächlich unfruchtbarer Felsen. Zwischen 1650 und 1671 baute Vitaliano VI. Borromeo auf der Insel einen attraktiven Sommerpalast. Er ließ große Mengen Erde auf die Insel bringen, um ein pyramidenartiges System von zehn Terrassen für den Garten zu errichten. Das unvollendete Gebäude beherbergt Gemälde von lombardischen Künstlern und flämische Teppiche. Von einem prächtigen Treppenhaus gelangt man in den Raum der Medaillen, der nach den runden Bildern an der Decke benannt ist. Dann folgen das Musikzimmer, ein Konferenzraum und das prächtige napoleonische Zimmer. Dort hat Napoleon eine Nacht verbracht. Ebenfalls sehenswert ist der große Bankettsaal. Auch die „Grotten“ des Schlosses sind berühmt für die vielen Steine und die ausgestellten Korallen.
(Quelle: Wikipedia)
Die Borromäischen Inseln
Isola Bella
Bis 1632 war die isola inferiore oder isola di sotto ‚untere Insel‘ eine felsige Erhebung, auf der ein kleines Fischerdörfchen stand. Carlo III. Borromeo begann damit, den Felsen zu planieren und auf der Insel einen Palast für seine Frau, Isabella D’Adda, zu errichten. Nach ihr wurde die Insel Isola Isabella benannt, mit den Jahren verkürzte sich der Name zu Isola Bella. Mit dem Bau wurde der Mailänder Baumeister Angelo Crivelli betraut, der auch für die Anlage der Gärten verantwortlich war. Die Arbeiten mussten in der Mitte des 17. Jahrhunderts pausieren, als eine Pest-Epidemie das Herzogtum Mailand heimsuchte.
Unter der Herrschaft der Nachfolger Carlos wurden die Arbeiten dann wieder aufgenommen. Kardinal Giberto III. (1615–1672) und Vitaliano VI. (1620–1690) bauten weiter an den Anlagen. Besonders Vitaliano steckte erhebliche Mittel in die Arbeiten, für die er den Mailänder Architekten Francesco Maria Richini und den römischen Architekten Carlo Fontana gewann und die vorwiegend mit Mitteln seines Bruders finanziert wurden. Im Palast, der schließlich im Jahre 1671 eingeweiht wurde, fanden große Feste und Theateraufführungen für den europäischen Adel statt. Zu dieser Zeit ließ Vitaliano auch die terrassenförmigen Gartenanlagen anlegen. Der geplante große Hafen am Nordende der Insel wurde allerdings nie gebaut.
Vitalianos Nachfolger wurde sein Neffe Carlo IV. Borromeo Arese (1657–1734). Unter Giberto V. Borromeo (1751–1837) besuchten berühmte Gäste die Insel: Napoleon Bonaparte und seine Frau Joséphine verbrachten zwei Nächte auf der Insel, so wie auch die Princess of Wales, Caroline von Braunschweig-Wolfenbüttel, spätere Königin Caroline von England. Diese verliebte sich anlässlich ihres Aufenthaltes – einer Anekdote zufolge – derart in den Ort, dass sie alles versuchte, die Borromäer dazu zu bringen, ihr die Isola Madre oder die Castelli di Cannero zu verkaufen.
Jean Paul lässt in seinem Roman Titan (veröffentlicht 1800–1803) die Hauptfigur Albano de Zesara die ersten drei Jahre seines Lebens auf der Isola Bella im Borromeischen Palast verbringen und ihn wiederholt dorthin zurückkehren.
(Quelle Wikipedia)
Isola dei Pescatori
Die Isola dei Pescatori (deutsch: Fischerinsel), auch Isola Superiore (deutsch: Obere Insel) genannt, zählt zu den Borromäischen Inseln im Lago Maggiore. Gelegen im Gemeindegebiet von Stresa ist sie die einzige Insel im See, die seit Beginn des 14. Jahrhunderts bis heute dauerhaft bewohnt ist.
Die längliche Insel erstreckt sich mit einer Länge von etwa 350 m von Nordwesten nach Südosten und ist an der breitesten Stelle etwa 100 m breit. Die 3,4 Hektar große Fläche ist im Südosten mit dem Fischerdorf bebaut. Den Nordwesten der Insel prägt eine alte Allee. Der Hafen befindet sich am Südufer der Insel. Dort haben die Fischer Anlegestellen für ihre Boote, die zum Teil durch eine hohe Steinmauer geschützt sind. Außerdem befinden sich dort die Anleger für Wassertaxis und Fahrgastschiffe. Isola dei Pescatori zählte 1971 noch 208 Einwohner, zum Stand der letzten Volkszählung (2001) jedoch nur noch 57.
Markantestes Bauwerk der Insel ist die Pfarrkirche, die dem heiligen Viktor (San Vittore) geweiht ist. Die mehrstöckigen Häuser weisen charakteristische lange Balkone auf, an deren Geländer traditionell der Fisch getrocknet wird. Die Hafeneinfahrt wird von einer lebensgroßen Statue der betenden Madonna beschützt.
(Quelle Wikipedia)
Stresa
In Römerzeit führte die Konsularstraße Severiana Augusta von Stresa aus, die Mediolanum (das heutige Mailand) mit Verbannus Lacus (Verbano-See oder Lago Maggiore) verband, und von hier aus zum Simplonpass (lateinisch Summo Plano).
Die erste historische Quelle, die die Existenz von Stresa erwähnt, ist ein Pergament aus dem Jahr 998, in dem der Ort Strixia genannt wird, eine Form, die durch eine Quelle aus dem Jahr 1249 bestätigt wird; 1220 erscheint es als Strexia.
Stresa wurde 1014 von Kaiser Heinrich II. dem Frauenbenediktinerkloster San Felice von Pavia geschenkt.
Vom 11. bis 14. April 1935 wurde in Stresa ein Abkommen der Zwischenkriegszeit zur Bestätigung der Verträge von Locarno geschlossen, daran waren Großbritannien, Frankreich und Italien beteiligt, die so genannte Stresa-Front. Vom 3. bis 6. Juni 2004 fand hier das 52. Treffen der Bilderberg-Konferenz statt.
Wir besuchten Stresa im Januar und hatten Glück, das Wetter war einfach herrlich! Bei Sonnenschein und angenehmen Touren konnten wir durch die Gassen schlendern! Ich schrieb in unser Photoalbum:" Ruhe im Winter in Stresa, für den Photographen ein Paradies! Keine Mitmenschen die stören könnten."
Chiesa di San Michele
Leider habe ich nicht viel gefunden über die Kirche. Wir liefen per Zufall an sie und bestaunten sie.
Stresa im Winter
Der Koloss San Carlo Borromeo in Arona
Der aus Kupfer- und Bronzeplatten erbaute Koloss thront auf einem Hügel, der sich etwas außerhalb der Stadt befindet. Das Zentrum Aronas lassen Sie hinter sich.
Denn hier ist der Sancarlone an der Straße zu Hause, die zum Alto Vergante führt. Diese exponierte Lage wurde mit Bedacht gewählt. Denn dadurch zieht die Statue vom Lago Maggiore und den Lombardischen Ufern Rancos sowie Angeras die Blicke auf sich. Hier ragt der Sancarlone ganze 23,40 Meter in die Höhe. Das Podest, auf dem die Kolossalstatue aufgebaut ist, ist außerdem ganze 11,70 Meter hoch.
Die Statue erinnert an den Heiligen Karl Borromäus, der im Oktober 1538 im Schloss von Arona zur Welt kam. Schon mit 22 Jahren wurde der Heilige zum Kardinal und Bischof sowie im Jahre 1565 zum Erzbischof von Mailand ernannt. Der Heilige Carlo nutzte seine Position, um in düsteren Zeiten wie der Pest oder Hungersnot geistigen und materiellen Beistand zu bieten. Nach dessen Tod im Jahre 1584 wurde San Carlo Borromeo 1602 seliggesprochen und acht Jahre später sogar heiliggesprochen.
Man kommt sich richtig klein vor, wenn man vor ihm steht. Jetzt stelle man sich vor, wie das in New York vor der Freiheitsstatue sein muss, da ist man ja winzig!
Leider war alles geschlossen, Winterzeit!
(Quelle. www.lagomaggiore.de)
Lesa
Am Südwestufer, kurz bevor sich der Lago Maggiore bei Meina endgültig nach Süden hin verjüngt, liegt, direkt gegenüber von Ispra, das herrliche Lesa mit seinen etwa 2.300 Einwohnern. Trotz der geschützten Lage in einer kleinen Bucht ist das Städtchen, im Gegensatz zu den umliegenden Gemeinden, nicht schon vor 100 und mehr Jahren von Touristen aus ganz Europa besucht worden, und das ist im Prinzip bis heute so geblieben. Lesa ist ein ruhiger, sympathischer Ort, der aufgrund seiner Unverfälschtheit die typische Atmosphäre eines oberitalienischen Dorfs behalten hat, und nur hier und dort zeugen alte Herrenhäuser davon, dass sich in früheren Zeiten vereinzelt vermögende Menschen in Lesa ein Urlaubsdomizil errichtet haben. Zudem muss man wissen, dass Lesa in früheren Jahrhunderten der Sitz der Mailänder Bischofsgerichte war, an Geld hat es der Gemeinde also nie gefehlt.
(Quelle www.lagomaggiore.org)
Per Zufall hielten wir in Lesa und machten einen kleinen Abend Spaziergang. Wir waren fast die einzigen die noch unterwegs waren. Genossen haben wir es allemal! Ein Besuch ist es allemal Wert!
Laveno Mombello
Eins vorweg, wir hatten Laveno Mombello im Januar besucht und kamen in den Genuss was spezielles zu sehen:
Eine Unterwasserkrippe
Dazu kann man auf der Webseite von www.isolelagomaggiore.com folgendes lesen:
Die Unterwasser-Krippe von Laveno am Lago Maggiore, hat sich zu einer Tradition in Varese, ein unvermeidlicher Weihnachtsveranstaltung von den vielen Besuchern mit Spannung erwartete, die diese außergewöhnliche, bis Dreikönigstag von der Uferpromenade genießen, auf der Memorial Square für Arbeit und wird leicht durch die abgerufen öffentlichen Dienstes außerplanmäßige Navigations Inseln am Lago Maggiore
Seit 1979, jedes Jahr, dank der Arbeit der Gruppe Friends of the Nativity diese Darstellung zum Leben macht es noch magischer Weihnachtsatmosphäre von Laveno.
Ab 5. Dezember die 42 Zeichen der Krippe, von Meister Tancredi von Brendale Größe in weißen Vicenza Stein gehauen, sind an der Unterseite See für ein Gesamtgewicht von 18 Tonnen platziert, 3 m tief, 5 Plattformen aus Metall.
Bis zum Tag, wie von Zauberhand, die großen Statuen scheint in den See und am Abend verschwinden beginnt die Show, wenn die mächtigen Wasserlichter gehen an, und beleuchten die Fische, Tiere und die Zeichen der Geburt Christi, die Schaffung faszinierende Wasser und Licht .
Am Abend des 24. Dezember Jesuskind in einer Prozession durch zwei Patinnen durchgeführt und während es zum Unter beauftragt, in der Wiege untergetaucht zu nehmen, führen Sie andere Taucher in einer spektakulären Fackelzug, der die Lagerfeuer, die den schönen Golf Laveno und aus denen beleuchtet Rahmen Wasser steigen die Sterne und ein Weihnachtsbaum.
Der Segen und der Gesang Abschluss dieses beeindruckende Ereignis nicht entgehen lassen.
Verbania
Verbania ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola in der Region Piemont mit 29.856 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2022). Seit 1992 ist sie Hauptstadt der Provinz Verbano-Cusio-Ossola, die aus der Provinz Novara herausgelöst wurde.
Der Ortsname Verbania wurde 1939 vom Namen des Sees Lago Verbano (bekannter als Lago Maggiore) abgeleitet, an dessen Ufer der Ort liegt.
Die Gemeinde Verbania entstand 1939 nach dem Zusammenschluss der beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden Intra und Pallanza.
Die Bezeichnung des Ortsteils Intra stammt aus der geographischen Lage zwischen den zwei Wildbächen (auf Latein intra flumina) San Giovanni (nördlich) und San Bernardino (südlich).
Beim Massaker vom Lago Maggiore ermordeten Angehörige der Leibstandarte SS Adolf Hitler im Oktober 1943 im Ortsteil Intra den italienischen Juden Ettore Ovazza und seine ganze Familie und verbrannten die Leichen im Heizungskeller der Schule. Am 20. Juni 1944 ermordeten SS-Angehörige 42 Partisanen im Ortsteil Fondotoce. Zur Erinnerung an die Ermordeten gibt es in Fondotoce einen Park der Erinnerung, den Parco della Memoria e della Pace. In ihm befindet sich ein Erinnerungszentrum, die Casa della Resistenza di Fondotoce.
Verania und seine Kirchen
Kirche Santa Lucia Verbania
In den 1920er Jahren war Mario Tozzi zusammen mit Severini, De Pisis und einer kleinen Gruppe anderer Künstler einer der "italiens de Paris", italienische Maler, die in Paris ansässig waren und den italienischen Stil mit der Avantgarde der Zeit vereinten. Der Maler ist in Suna aufgewachsen und kehrte mehrmals in seinem Leben dorthin zurück, wo er längere Zeit verweilte und seine Kunst mit einigen Werken verband, die heute noch im Verbanese-Dorf bewundert werden können.
Dazu gehören acht Rundbilder, die mit der Öl-auf-Leinwand-Technik hergestellt wurden und jeweils etwas mehr als einen Meter im Durchmesser messen. Sie können bewundert werden, indem man die Kirche Santa Lucia betritt und den Blick zur Decke hebt. Sie wurden zwischen 1923 und 1924 geschaffen und sind der Heiligen Lucia von Syrakus und Episoden aus ihrem Leben sowie Sant'Andrea da Avellino, San Francesco d'Assisi und San Mauro gewidmet.
Die im 16. Jahrhundert erbaute Kirche, die diese Werke beherbergt, wurde als Oratorium erbaut und blickt auf die Uferpromenade des Suna-Sees. Die Jahreszahl 1585 ist noch auf dem Glockenturm zu sehen. Das historische Zentrum von Suna mit seinem Labyrinth aus engen Gassen liegt hinter der Pfarrkirche und beherbergt kostbare alte Fresken, Petroglyphen und eindrucksvolle Wandmalereien neueren Ursprungs an den Wänden einiger Gebäude.
Direkt vor der Kirche, in der Nähe des Seeufers, steht ein weiteres Zeugnis der Verbindung zwischen Tozzi und Suna. Das Denkmal des Ersten Weltkriegs, ein Bogen aus freiliegenden Steinblöcken, der den Borromäischen Golf umrahmt, flankiert von einem sterbenden Soldaten auf einem Sockel. Es wurde vom Künstler 1951 entworfen und 1953 eingeweiht.
Basilica Di San Vittore
Der historische Wandel der Basilica di San Vittore in ihrer heutigen Form begann bereits im frühen 17. Jahrhundert. Zur damaligen Zeit befand sich an diesem Ort ein Tempel, der jedoch schrittweise der Basilika weichen musste. Nachdem die Erbauer zu Beginn des 18. Jahrhunderts den Grundstein für den Prachtbau gelegt hatten, dauerte der Bauprozess rund 200 Jahre an. Das i-Tüpfelchen der Basilika war natürlich die Kuppel, die dem Gotteshaus bis heute einen hohen Wiedererkennungswert beschert. Doch auch während der Bauphase feierten die Erbauer immer wieder besondere Höhepunkte ihres Schaffens. Begeisterungsstürme löste beispielsweise die Fertigstellung des Kirchenschiffs aus. Besonderer Clou: an den zwei Seiten des Kirchenschiffs wurden insgesamt drei Kapellen erbaut. Obwohl die letzten Bauarbeiten an der Fassade zu Beginn der 1750er Jahre noch nicht einmal abgeschlossen waren, feierten Einheimische 1752 bereits die Einweihung des Gotteshauses. Daraufhin dauerte es allerdings noch mehrere Jahrzehnte, bis die Vorhalle und Fassade ab 1820 im neuen Glanz erstrahlten. Ungefähr 70 Jahre später wurde die Kuppel um 1889 in der Form errichtet, in der diese noch heute die Basilika ziert.